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Die Rauhnächte – von einer alten Tradtition lernen und sie heute für uns nutzen

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3. Dezember 2016

Rauhnächte – die Zeit „zwischen den Jahren“ und „außerhalb der Zeit“, in der es hieß, dass die Schleier zwischen der sichtbaren und unsichtbaren Welt verschwimmen. Eine Zeit des Zaubers und der Magie.

Wir können diese Zeit heute für uns nutzen, um:

  • Abstand vom hektischen Alltag zu gewinnen,
  • in Einfachheit, Stille und Ruhe aufzutanken,
  • das alte Jahr Revue passieren zu lassen,
  • Aspekte, die uns nicht mehr dienen, loszulassen, zu heilen und zu transformieren,
  • Inspirationen und Visionen für das neue Jahr einzuladen, und
  • uns dann mit neuer innerer Klarheit und Stärke auf das neue Jahr auszurichten.

Durch die Rück-Verbindung mit der Natur und das Eintauchen in den Jahreskreislauf können wir zu einer stärkeren und authentischeren Verbindung zu uns selbst gelangen. Die langen Nächte und kurzen Tage geben viel Raum für Innenschau, während wir im Außen zur Ruhe kommen – wie die Natur selbst. Unterstützen können wir dies durch Praktiken und Rituale: beispielsweise Räuchern, Meditation, das Führen eines Tagebuchs, bewusste Verbindung mit der Natur, kreative Tätigkeiten, Wahrnehmung unseres Körpers und unserer Sinne, und auch das intensivere Befassen mit bestimmten Themen an unterschiedlichen Tagen. In der Zeit, in der wir diesem Raum geben, sind wir mit uns und unserer Umgebung klar im Hier und Jetzt verankert. Wir stärken unsere Intuition und die Stimme aus unserem Innern.

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Ihren Ursprung haben die Rauhnächte vermutlich in der Zeitrechnung nach einem Mondjahr. Ein Jahr aus zwölf Mondmonaten umfasst nur 354 Tage. Die im Vergleich zu den 365 Tagen des Sonnenjahres fehlenden elf Tage – bzw. zwölf Nächte – wurden als Tage „außerhalb der Zeit“ betrachtet. In der Mythologie wurde verbreitet angenommen, dass in dieser Zeit die Gesetze der Natur außer Kraft gesetzt seien und daher die Grenzen zu anderen Welten verschwanden. Man nutzte diese Tage und Nächte zum Orakeln und Wahrsagen und auch das Sprechen mit Tieren soll möglich gewesen sein. Auch hieß es, dass jede der zwölf Nächte mit einem der folgenden Monate verknüpft sei: d.h. die erste Nacht mit dem Januar, die zweite Nacht mit dem Februar und so fort. Und dass man auf diese Weise Hinweise auf das kommende Jahr erlangen könne. Ich erinnere mich beispielsweise, wie mein Großvater während der Rauhnächte Tagebuch über das Wetter führte, um so Hinweise auf das Wetter im kommenden Jahr zu erlangen.

Viele von uns fühlen sich überfordert, von der Hektik und den Anforderungen und der Flut an Informationen des modernen Alltags und sehnen sich nach mehr Langsamkeit, Ursprünglich- und Natürlichkeit. Die Zeit der Rauhnächte bietet genau das: die Möglichkeit, etwas davon wieder zu erlangen, dem Alltag eine Weile zu entfliehen, und das in der Zeit der Stille Zurückgewonnene mit ins Leben zu nehmen.

Bei Interesse an meinem Online-Workshop zu den Rauhnächten findet Ihr weitere Informationen hier:

Online-Workshop „Rauhnächte“

 

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