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Wintersonnenwende – Wiedergeburt des Lichts

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20. Dezember 2016

Die Wintersonnenwende steht bevor: astronomischer und kalenderarischer Winteranfang am 21.12., aber auch Beginn der Wiedergeburt des Lichts. Wir begegnen der längsten Nacht des Jahres und dem kürzesten Tag, bevor die Tage, wenn auch noch kaum merklich, wieder länger werden. Es ist eine Zeit des Wandels und mit den folgenden zwölf Rauhnächten eine Zeit „außerhalb der Zeit“: wie ein Stillstand, bevor die neue Energie nach außen und ins Licht treten und wachsen kann.

 

 

 

Wir sind durch die ständige Verfügbarkeit von künstlichem Licht nicht mehr an die echte Dunkelheit der Nacht und der Natur gewöhnt. Auch ist Dunkelheit in unserer Welt oft mit negativen Vorstellungen besetzt. Betrachten wir jedoch die Natur, so sehen wir, dass Anfänge und Neubeginne im Dunkeln stattfinden. Samen wachsen in der Dunkelheit in der Tiefe der Erde, bevor sie im Frühjahr als Sprösslinge ans Licht treten. Wir selbst haben um die neun Monate im Bauch unserer Mutter verbracht. Ähnliches findet in der Tierwelt für unterschiedliche Zeiträume statt. Der Beginn des neuen Lebens nimmt seinen Anfang in der Dunkelheit und beginnt dort zu wachsen. Dunkelheit – eine stark feminine Energie, die zum Empfangen einlädt.

 

Ebenso wie die Natur sind wir in dieser dunklen Zeit des Jahres zum Innehalten aufgerufen. Zum Entschleunigen. Zum Ausruhen. Zum Hineinsinken in unsere eigene tiefste Dunkelheit; in die versteckten Plätze in uns, die wir vom Blick der Außenwelt und manchmal auch vor uns selbst verborgen und geschützt halten, und die jetzt Aufmerksamkeit verlangen.

 

Es ist eine Zeit, uns unserer inneren Wahrheit zu stellen und ihr Beachtung zu schenken. Eine Zeit, um unsere Geschichten zu erzählen und ans Licht zu bringen; um zuzulassen, dass sich Neues offenbart und in unserem Leben Raum einnimmt, „geboren wird“. Eine Zeit für Wandel, Heilung und Transformation. Eine Zeit, in der wir unseren Fokus auf neue Intentionen und Träume richten können oder Alte und Vergessene neu aufleben und ihnen neue Kraft zukommen lassen können. Eine Zeit für Neu- und Wiedergeburt.

 

Heutzutage ist diese Zeit des Jahres oft hektisch, durch Familienfeste und Konsum geprägt ist, und es bleibt wenig Raum für Besinnlichkeit und Reflexion. Dennoch lohnt es sich, dieses Geschehen im Jahreskreislauf zu würdigen, und sich selbst eine kleine Auszeit zu gönnen.

 

Ein kleines Ritual, das man einfach und auch mit wenig Zeit, vornehmen kann, ist das Entzünden einer Kerze am Tag der Wintersonnenwende als Symbol für das wiederkehrende Licht. Wenn man mag, kann man dies über die folgenden Tage der Rauhnächte bis ins neue Jahr fortführen. Beim Kerzenschein kann man sich in Ruhe und Stille begeben und völlig präsent werden. Es lohnt sich auch, am Tag der Sonnenwende einen Ort in der Natur oder draußen aufzusuchen, den Sonnenauf- und/oder Untergang zu beobachten und sich insgesamt der Stimmung und der Besonderheit der Zeit bewusst zu werden.

 

Für weitere Anregungen und wer diese Zeit intensiver mit Begleitung erleben möchte, besteht noch bis zum 24.12. die Möglichkeit sich zu meinem Online-Workshop „Rauhnächte“ anzumelden:

 

Online-Workshop „Rauhnächte“

 

 

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