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Das hässliche Entlein oder – wer bin ich und wo gehöre ich hin?

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31. Juli 2017

Auch wenn wir von wundervoll wilden Welten nur gehört oder geträumt haben, zu denen wir einst gehörten; auch wenn wir sie noch nicht oder nur für einen Moment berührt haben; auch wenn wir uns nicht als Teil davon identifizieren, so ist die Erinnerung daran wie ein Leuchtturm, der uns dorthin führt, wo wir hingehören.

Clarissa Pinkola Estes

 

Die meisten dürften sie noch kennen, die Geschichte vom hässlichen Entlein, das in der falschen Familie gelandet ist.

 

Manchen von uns geht es ähnlich. Wir fühlen uns nicht zugehörig und nicht mit unserer Geburtsfamilie oder unserem Umfeld oder der Kultur verbunden, in die wir hineingeboren wurden. Wir haben das Gefühl, anders zu sein, und tragen eine tiefe Sehnsucht in uns, unser Zuhause zu finden. Vielleicht wurden wir in unserer Andersartigkeit nicht gesehen oder diese war nicht gewünscht. So haben wir gelernt, uns anzupassen, und dabei einen Teil von uns versteckt, verleugnet oder gar aufgegeben.

 

Jedoch möchte unsere Seele, dass wir unsere Wahrheit leben, und der innere Drang und der damit verbundene Schmerz können mit einem Mal so groß und überwältigend werden, dass wir nicht anders können als uns auf eine Reise zu begeben. Eine Reise hin zu unserer Wahrheit und inneren Ganzheit. Wir begeben uns auf den Weg der Heilung auf der Suche nach unserem spirituellen Zuhause und unserer Seelengruppe, wo wir uns zeigen und sein können, wer wir sind.

 

Manchmal erscheint diese Suche aussichtslos und wir können versucht sein aufzugeben. Dabei können wir uns ein Beispiel am hässlichen Entlein nehmen und von dessen Widerstandskraft und Durchhaltevermögen lernen. Auch wenn wir das Gefühl haben, uns verlaufen zu haben und verloren zu sein, sollten wir nie die Kraft tief in unserem Inneren vergessen, deren Weisheit grenzenlos ist.

 

Wir haben die Chance, uns auf innere Prozesse einzulassen und Vertrauen zu lernen; Vertrauen, dass unsere Seele den richtigen Weg für uns kennt, und dass wir unseren Platz finden werden und unsere Verlassenheit geheilt wird.

 

Und am Ende ist dieser Weg vor allem eins: eine Reise zu uns selbst, zu unserem inneren Zuhause und tiefer Selbstliebe.

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