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Unsere Erde und die Bäume – 22. April – Internationaler Tag der Erde – eine Chance zur Rückverbindung mit der Natur um uns und in uns selbst

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24. April 2016

In diesem Jahr stand der alljährliche „Tag der Erde“ im Zeichen der Bäume. Ein schöner Anlass einen Moment inne zu halten und uns der Bedeutung bewusst zu werden, die Wälder, Bäume und unsere Umwelt für unser Leben als Individuum und als Gemeinschaft haben.

…die Sorge für die Erde ist unsere älteste und wertvollste und schließlich unsere freudvollste Verantwortung. Das zu hegen, was von ihr bleibt, und ihre Erneuerung zu unterstützen, ist unsere berechtigte Hoffnung.

Wendell Berry

(c) Elena Ray – Fotolia.com

Angesichts der gewaltigen Umweltprobleme wie Klimawandel, Artensterben, Wasser- und Luftverschmutzung und so fort, denen wir uns gegenübersehen und mit deren Nachrichten wir ständig konfrontiert werden, ist es manchmal nicht einfach, in unserer Mitte zu bleiben und hoffnungsvoll nach vorne zu schauen. Zudem schreitet die Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die Zerstörung natürlicher Lebensräume trotz zahlreicher gegenteiliger Initiativen weiter voran. Es ist leicht, sich überrollt zu fühlen, und aus dem Eindruck der Hilf- und Machtlosigkeit in ein Gefühl der Starre oder des Weglaufens oder „Nichthinsehenwollens“ zu verfallen, nach dem Motto „hilft ja doch alles nichts“ oder „ist ja eh zu spät“. Doch während wir nicht wissen, wie die Zukunft tatsächlich aussehen wird, so haben wir die Möglichkeit uns in unserer Hoffnung zu verankern und von genau diesem Platz aus zu handeln.

Denn wäre es nicht schön jeden Tag den “Tag der Erde” zu begehen, unsere Heimat zu würdigen, uns mit ihr und dem Platz zu verbinden, an dem wir gerade sind, und den Reichtum und die Fülle wahrzunehmen, die dort für uns vorhanden sind?

Ich möchte Euch einladen, Euch auf eine neue Art der Verbindung mit der Natur und dem Platz, an dem Ihr lebt, einzulassen oder eine bestehende Verbindung zu stärken, zu festigen und auszubauen, um daraus Kraft, Stärke und Ruhe zu schöpfen, die eigenen Aufgaben zu bewältigen.

  • Einen Platz in der Natur finden

Suche Dir einen Ort, in der Natur, an dem Du ungestört bist, und an dem Du Dich wohlfühlst. Dies muss nicht die tiefste Wildnis sein, sondern wichtiger ist, dass dieser Platz für Dich leicht erreichbar ist. Selbst in der Stadt lässt sich ein solcher Ort finden, und es kann sich beispielsweise um Deinen Balkon mit dem Baum davor handeln.

  • Deinen Platz einnehmen – still werden und die eigenen Sinne entwickeln

    (c) LoloStock – Fotolia.com

Setze Dich hin und nimm Deinen Platz ein, indem Du zunächst ganz still wirst. Atme tief ein und aus und spüre in Deinen Körper hinein; dann fühle Deinen Körper auf dem Boden, der Erde – wo auch immer Du bequem und sicher sitzt – fühle Deine Verbindung zur Erde und zur Natur um Dich herum. Nimm Dich einfach in dieser Stille in Deiner Umgebung wahr, sei mit Dir in diesem Moment und nimm Dir soviel Zeit, wie Du dafür benötigst.

  • Deinen Platz kennenlernen

Nun beginne Dich mit Deiner Umgebung vertraut zu machen. Nutze dafür alle Deine Sinne. Was siehst Du? Schließe Deine Augen: was hörst Du? Welches ist das am weitesten Entfernteste Geräusch? Welches das nächste? Was fühlst und spürst Du? Was riechst Du? Was schmeckst Du? Nimm Dir dazu soviel Zeit, wie Du möchtest.

Was nimmst Du um Dich herum wahr? Wer lebt hier noch? Hörst Du die Vögel singen? Was wächst hier? Welche Jahreszeit ist es und wie zeigt sich dies in der Natur? Um welche Tageszeit handelt es sich? Wie ist das Wetter? Ist es kalt / warm?

Sei einfach mit Dir und mit dem Platz, den Du gerade ausgewählt hast. Nimm Dir Zeit, ihn kennenzulernen und eine Beziehung zu ihm aufzubauen. Wenn Du magst, kehre so oft wie möglich dorthin zurück und schaue, was sich dabei entwickelt und für Dich zeigt. Nimm Dir dafür soviel Zeit, wie Du möchtest, und wenn es nur ein paar wenige Minuten sind.

Vielleicht spürst Du auch das Bedürfnis, Erlebnisse oder Gedanken, Eindrücke und Einsichten, weiter zu verarbeiten oder festzuhalten, vielleicht durch Schreiben oder Zeichnen oder eine andere kreative Ausdrucksform oder vielleicht auch nicht. Eventuell magst Du weitere Erkundungen darüber anstellen, was an Deinem Platz wächst und lebt. Dir sind dabei keine Grenzen gesetzt. Habe vor allem Spaß und Freude beim Entdecken Deiner Sinne!

Mit dieser Übung stärken wir nicht nur die Wahrnehmung unserer Sinne und entwickeln unsere Intuition, sondern wir begeben uns zudem in die Fußstapfen unserer Ahnen, die aufgrund ihrer Lebensweise und der Umstände auf ganz natürliche Weise mit dem Platz, an dem sie lebten verbunden waren. Indem wir selbst eine starke Verbindung zur Natur aufbauen und pflegen, verbinden wir uns außerdem mit uns selbst und mit allen anderen Menschen und anderen Geschöpfen um uns herum. Oft folgt daraus großes Mitgefühl für andere und alle Geschöpfe und Lebensformen sowie der Wunsch, unseren Seelenbeitrag in die Welt zu bringen.

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